Von As Seixas nach Cortobe

Der Straßenlärm macht uns wach. Die Aubergue liegt nicht nur direkt an der Hauptstraße sonder auch noch am Stadtkreisel für drei Richtungen. Die 40 Tonnen Lkw müssen alle hier durch entsprechend früh ist die Nachtruhe zu Ende. Ich kann nicht verstehen wie das Storchenpaar gegenüber auf dem Schornstein seine Jungen hier aufziehen kann.

Störche mit Jungen mitten in der Stadt
Alte Aubergue

Frühstück gibt es in der Herberge natürlich nicht. Also raus aus dem Haus und scharf nach links ins nächste Café. Es ist gerade noch ein Tisch frei. Alle anderen sind besetzt von Pilgern aus allen Ländern.

Tolle Brücke
Alles im Zeichen des Camino

Gestärkt machen wir uns auf den Weg. Kaum auf der Straße sind hunderte von Pilgern unterwegs. Aus allen Cafés stoßen weitere hinzu. Außerhalb der Stadt gleicht die Schlange eher einer Wallfahrt. Die Zahl an Cafés am Rande des Weges nimmt deutlich zu. Selbst eine „Deutsche Herbergue“ taucht am Rande der Route auf.

Die deutsche Herbergue
Auch Arzua haben wir geschafft
Unsere kleine Wandergruppe voller Lebensfreude

Die Steinbrücke über den Bach hat gehalten. Nicht auszudenken wenn das schiefgegangen wäre.

Um 14 Uhr sind wir plötzlich alleine unterwegs. Die Pilger sind wohl alle bereits an ihrer Zielherberge angekommen oder in Restaurants verschwunden. Was eine Wohltat, alleine, Ruhe, Vogelgezwitscher und keine bellende Hunde. Unsere heutige Herberge liegt etwas abseits des Pilgerweges. Wir hatten erstmals Probleme überhaupt eine Unterkunft zu finden. Alle direkt am Weg waren ausgebucht. Nach 19km sind wir an der Herberge. Heute mit Abendessen und morgen mit Frühstück. Wir fühlen uns wie im Schlaraffenland.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.